Klassenkultur aufbauen und lenken

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2. Pausen gestalten

Konflikte zwischen den Schülerinnen und Schülern entstehen oft in Pausen, also in wenig strukturierten und möglicherweise auch wenig anregungsreichen Zeiten. Implizit gehen Lehrpersonen davon aus, dass Pausen den Schülerinnen und Schülern gut tun. Doch oft ist die Pausenzeit anstrengender als die Unterrichtszeit, weil sich die Schülerinnen und Schüler in einem wenig geregelten Raum selbst organisieren müssen.

In den wenig geregelten und von Dynamiken geprägten Pausenzeiten entstehen oft Konflikte, die nach der Pause geklärt werden müssen, damit die beteiligten und betroffenen Schülerinnen und Schüler wieder zur Ruhe kommen und sich auf schulische Anforderungen einlassen können.

Beobachten wir die Schülerinnen und Schüler in den Pausen, so zeigt sich, dass sie oft gar nicht wissen, was sie tun könnten. Aus dieser Leere und Orientierungslosigkeit resultieren Äusserungen, Blicke und Handlungen, die von anderen Schülerinnen und Schülern als Provokationen verstanden werden und Konflikte auslösen (vgl. Interaktionen erkennen; Konfliktpotentiale vermeiden).

Solchen Konflikten kann proaktiv begegnet werden (vgl. dazu Keller-Schneider, 2018, S. 236ff). Klären Sie mit den Schülerinnen und Schülern mögliche Pausenaktivitäten und Pausenspiele.



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