Vorstellungen von Klassenführung klären

Eigene Ideale klären 1 Klassenführung – unterschiedliche Sichtweisen 2 Eine «gute Klasse» – Wem ist was wichtig? 3 Mit der Klasse umgehen – Grundanforderungen 4

2. Klassenführung – unterschiedliche Sichtweisen

Grundsätzlich lassen sich drei Zugänge unterscheiden, die individuell verschieden gewichtet werden und kollektive Sichtweisen prägen:


Was tun Sie? Wie gehen Sie mit Störungen um?

  1. Welche Situationen haben Sie als Störungen wahrgenommen?
    • Notieren Sie diese möglichst beschreibend.
  2. Wie haben Sie darauf reagiert?
    • Halten Sie Ihre Reaktion je Situation fest. Subjektiv als Störungen wahrgenommene Situationen und das eigene Handeln als Antworten darauf können unterschiedlich verstanden werden. Es kann sein, dass Sie sich als reagierend/sanktionierend erleben («das musste ich…») oder als agierend, weitere Störungen vermeidend («ich wollte erreichen/vermeiden»).
  3. Inwiefern haben Sie sich «agierend» oder als «reagierend» erlebt?
    • Auch das eigene Handeln kann unterschiedlich betrachtet werden. So denken die einen, das gehört zur Aufgabe einer Lehrperson, andere denken, das ist nicht die Sache der Lehrperson, das müsste von anderen geköst werden.
  4. Wie schätzen Sie die Art der Störung und Ihr darauf bezogenes Handeln ein?
    • Ist dies Aufgabe einer Lehrperson oder eher nicht?
  5. Positionieren Sie die beschriebene Störung und die Ausführungen zum Umgang damit in der folgenden zwei-dimensionalen Grafik (Abb. 1)

Abb. 1: Störungen wahrnehmen und deuten – mit Störungen umgehen.

Den Umgang mit Störungen als Teil der Berufsaufgabe annehmen und Störungspotentiale in der Unterrichtsvorbereitung mitzudenken, um sie zu reduzieren, lohnt sich, um einen lernförderlichen und auf die Lerninhalte ausgerichteten Unterricht zu ermöglichen.


Mehr dazu: Eine «gute Klasse» – Wem ist was wichtig?

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