Bedeutung für die Klasse erkennen

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1. Auswirkungen eines Verhaltens auf die Klasse

Schülerinnen und Schüler sind in eine Klasse als kollektives Ganzes eingebettet. Damit werden sie von dieser Lerngruppe bestimmt und geprägt; zugleich prägen und bestimmen sie diese mit. Die Beziehungen unter den Schülerinnen und Schülern sowie das Beziehungsgeflecht in der Klasse wirken sich auf das Interaktionsgeschehen aus. Damit wird klar: Alle sind direkt und indirekt miteinander verbunden, wirken aufeinander ein und sind voneinander abhängig.

Herausforderndes Verhalten einzelner Schülerinnen und Schüler ist nicht nur für die Schülerin/den Schüler selbst und für die Lehrperson von Bedeutung. Es wirkt sich zudem auf das Klassengeschehen aus. Richten Sie bei herausforderndem Verhalten einer Schülerin/eines Schülers den Blick zum einen auf die Schülerin/den Schüler selbst sowie zum anderen auf die Gruppe, die möglicherweise dazu beiträgt, das unerwünschte Verhalten zu verstärken.

Wer hat angefangen? Interaktionskreisläufe erkennen.



  • Christian, H. (2003). Das Klassenklima fördern. Ein Methoden-Handbuch. Berlin: Cornelsen.
  • Eder, F. (2001). Schul- und Klassenklima. In Rost, D. (HG.): Handwörterbuch Pädagogische Psychologie, Weinheim: Beltz, S. 578-586.
  • Goetz, T., Frenzel, A.C. & Pekrun, R. (2008). Sozialklima in der Schule. In W. Schneider & M. Hasselhorn (Hrsg.), Handbuch der Psychologie. Band Pädagogische Psychologie. Göttingen: Hogrefe, S. 503–514.
  • Grewe, N. (2017). Soziale Interaktion und Klassenklima. In: Schweer M. (Hrsg.) Lehrer-Schüler-Interaktion. Schule und Gesellschaft. Wiesbaden: Springer VS, S. 547–560.
  • Hascher, T. & Hagenauer, G. (2011). Emotionale Aspekte des Lehrens und Lernens. In S. Brandt (Hrsg.), Lehrern und Lernen im Unterricht. Hohengehren: Schneider, S. 127-148.
  • Herzog, W. (2011). Schule und Schulklasse als soziale Systeme. In R. Becker (Hrsg.), Lehrbuch der Bildungssoziologie. Wiesbaden: Springer, S. 163–202.
  • Keller-Schneider, M. (2018). Impulse zum Berufseinstieg von Lehrpersonen. Grundlagen – Erfahrungsberichte – Reflexionsinstrumente (Kap. 5.3 und 5.4). Bern: hep.

Mehr dazu: Zuwendung für die einen bedeutet weniger Zuwendung für andere.

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